Teil 2
Pflegende Angehörige stehen heute mehr denn je im Fokus der öffentlichen Diskussion. Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft erkennen zunehmend, was viele Familien schon lange wissen: Ohne den unermüdlichen Einsatz von Angehörigen würde unser Pflegesystem kaum funktionieren.
Ich bin sehr froh und auch ein wenig stolz, dass wir noch während meiner Amtszeit als Präsident der Spitex am Rhein gemeinsam mit der Geschäftsführung das Projekt „Pflegende Angehörige“ lancieren konnten. Was damals als mutiger und zukunftsweisender Schritt begann, ist zwischenzeitlich zu einem fest etablierten Dienstleistungsangebot unserer Spitex geworden.
Ein Projekt zur richtigen Zeit
Schon damals war klar: Die demografische Entwicklung, der Wunsch vieler Menschen, möglichst lange zu Hause zu leben und der zunehmende Fachkräftemangel in der Pflege stellen neue Anforderungen an die ambulante Versorgung. Pflegende Angehörige übernehmen dabei eine tragende Rolle – oft still, selbstverständlich und ohne grosse öffentliche Anerkennung.
Mit dem Projekt wollten wir genau hier ansetzen:
- Angehörige entlasten 💨 🌿
- ihre Leistung anerkennen 🏆
- und ihnen professionelle Unterstützung bieten 🫶
Dass dieses Angebot heute so gut verankert ist, zeigt, wie richtig und notwendig dieser Schritt war.
Aktuelle Diskussionen bestätigen den Weg
In den letzten Wochen und Tagen ist das Thema „pflegende Angehörige“ verstärkt in den Medien, in politischen Vorstössen und in Fachkreisen präsent. Es wird über finanzielle Anerkennung, sozialversicherungsrechtliche Fragen, Entlastungsangebote und die Vereinbarkeit von Pflege, Beruf und Familie diskutiert.
Diese Aufmerksamkeit ist wichtig – und längst überfällig. Denn hinter dem Begriff „pflegende Angehörige“ stehen Menschen, die:
- rund um die Uhr Verantwortung tragen 💪
- emotional stark gefordert sind 😢💭
- und oft an ihre persönlichen Grenzen gehen ⛔
Anerkennung allein reicht nicht
Wertschätzung ist wichtig – doch sie darf nicht bei wohlklingenden Worten enden. Es braucht konkrete Angebote, fachliche Begleitung und Strukturen, die Angehörige stärken statt überfordern. Genau hier leisten Organisationen wie die Spitex einen entscheidenden Beitrag.
Dass unser Projekt heute ein selbstverständlicher Bestandteil des Angebots ist, zeigt mir:
Nachhaltige Lösungen entstehen dort, wo Praxisnähe, Mut zur Innovation und echte Überzeugung 💪🔥zusammenkommen.
Ein Blick nach vorne
Die Diskussion rund um pflegende Angehörige wird uns weiter begleiten – und das ist gut so. Entscheidend wird sein, dass aus Worten auch Taten folgen: in der Finanzierung, in gesetzlichen Rahmenbedingungen und in der Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten.
Ich hoffe sehr, dass wir diesen Weg konsequent weitergehen. Zum Wohl der Betroffenen. Und zum Wohl all jener, die tagtäglich Verantwortung übernehmen – oft im Stillen, aber mit enormer Wirkung.
Als eventuell zukünftiger Gemeinderat werde ich mich über Ressortgrenzen hinaus, genau dafür einsetzten. Und zu guter Letzt dürfen wir auch die jüngeren Menschen in unserer Gemeinde nicht aus den Augen verlieren. Siehe meinen Blogbeitrag «Integrierte Gesundheitsversorgung für mehr Lebensqualität und Effizienz». und «Pflegende Angehörige Teil 1»
Ihr Peter Bolli
in den Gemeinderat Eglisau
unabhängig / gradlinig / kompetent
Weitere Beiträge zu aktuellen Themen finden Sie unter der Rubrik «Gesellschaft» oder allgemein in meinem Blog.
P.S.:
Info Anlass Pflegende Angehörige: 👵👴
Montag 16. Februar 2026
Zeit 17:30 – 18.30 Uhr
Ort: Spitex am Rhein / Signalstrass 5 / 8193 Hüntwangen
Anmeldeschluss ist 5 Tage vor dem Anlass bei der Spitex am Rhein.
Das Spitex Team freut sich auf Ihre Teilnahme.