Ein einzigartiges Privileg … ✍️

Wählen 🗳️ und Abstimmen in der Schweiz ein einzigartiges Privileg

Wahlen in der Schweiz gehen reibungslos und korrekt über die Bühne. Auf eidgenössischer und kommunaler Ebene ist es am 08. März 2026 wieder soweit, seit Wochen kaum zu übersehen. Mit Aussenwerbung, Social-Media-Kampagnen, Standaktionen und Videoclips bemühen sich unzählige Kandidierende um unsere Aufmerksamkeit. Man kann sich über diesen «Wahlzirkus», welchen die Medien zusätzlich befeuern, amüsieren oder lustig machen.

Doch hinter all dem stehen Menschen, die sich seit Monaten, zum Teil Jahren, engagieren. Sie kämpfen für ihre Überzeugungen, für ihre Partei, für ihre Listen – und ja, auch für sich selbst. Manche von ihnen wissen, dass ihre Chancen gering sind, und setzen sich trotzdem mit beeindruckender Ausdauer ein. Sie investieren ihre wertvolle Lebenszeit, Energie, Geld, vielfach ihr eigenes und eine ganze Menge Herzblut. Das verdient Respekt. Ich ziehe meinen Hut vor all jenen, die mit Idealismus und oft ohne grosse Anerkennung mitwirken, mitkämpfen, sich persönlich einbringen.
Einige aber werden während des Wahlkampfes verunglimpft, ihre Plakate werden zerstört oder beschmiert, ohne jeden Grund, ohne jeden Respekt. Es wird mit harten Bandagen gekämpft, Uneinigkeit in der Themenvielfalt und Meinungsverschiedenheiten sind an der Tagesordnung. Trotz Sympathie und Antipathie sind der gegenseitige Respekt und die Anerkennung der verschiedenen Standpunkte konstitutive Elemente einer direktdemokratischen Ordnung, die aus Anstand, politischer Mündigkeit und dem Bewusstsein für die unveräußerliche Würde des Andersdenkenden erwachsen. Es verwundert, ja empört mich, dass selbst in einer direktdemokratischen Ordnung grundlegender Anstand und Anerkennung immer wieder in derartigen Respektlosigkeiten ausarten.

Das Privileg, Wählen zu dürfen, ist einzigartig!

Für viele ist Wählen eine lästige Pflicht. In Wahrheit ist es ein einzigartiges Privileg 👥. In den Anfängen des modernen Bundesstaats durften nur steuerzahlende Männer abstimmen. Frauen erhielten das Stimm- und Wahlrecht erst 1971 – beschämend spät. Demokratie war nie selbstverständlich. Sie wurde erkämpft, erweitert, verteidigt.
Und dennoch bleibt die Beteiligung überschaubar. Auf nationaler Ebene stimmen meist nur rund 40–50 % der Berechtigten ab. Bei kommunalen Wahlen und Abstimmungen liegt die Beteiligung häufig zwischen 30 und 50 %.
Das bedeutet: Eine engagierte Minderheit entscheidet für alle. Jede einzelne Stimme wiegt dadurch schwerer, als man denkt.

Die Schweiz ist besonders. Hier wählen wir nicht nur alle paar Jahre ein Parlament. Wir entscheiden regelmässig direkt über Gesetze, Verfassungsänderungen und zentrale Zukunftsfragen. Diese Form der Mitbestimmung ist weltweit aussergewöhnlich, einzigartig.

Sie lebt nicht von Tradition – sie lebt von Teilnahme.

Gelebte Demokratie ist kein Wunschkonzert. Man findet selten die perfekte Lösung, selten die ideale Kandidatin 🗂️ oder den idealen Kandidaten 🗂️. Aber man kann die Richtung mitbestimmen. Und wer nicht teilnimmt, überlässt diese Richtung anderen.

Am 08.03.2026 ist es wieder so weit.

Demokratie bedeutet nicht, dass «die da oben» entscheiden. Demokratie bedeutet, dass wir entscheiden. Deine Stimme ist mehr als ein Stück Papier. Sie ist Haltung. Sie ist Verantwortung. Sie ist ein kleines, aber kraftvolles Bekenntnis zu unserem gemeinsamen Land und unseren gemeinsamen Überzeugungen, unserer Kultur.

Vielleicht scheint eine einzelne Stimme unbedeutend. Doch viele einzelne Stimmen tragen dieses Land.
Jede nicht abgegebene Stimme ✅ verstummt – und mit ihr ein Teil unserer gemeinsamen Verantwortung und Verpflichtung.

Nimm Dir diese wenigen Minuten Zeit. Nicht aus Gewohnheit. Nicht aus Pflichtgefühl.
Sondern, weil Du dazu gehörst, weil es zählt.

Geh abstimmen 🗳️✍️ . Jetzt. Deine Stimme ist wichtig, wichtiger als Du denkst.

Vielen Dank

Peter Bolli

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