Anno Domini…..😄

Die Professionisten in Eglisau …. oder das Gewerbe wie es einmal war und …… eine schöne Überraschung.

(Auszug aus «Geschichte der Brückenstadt am Rhein Eglisau» von Franz Lamprecht und Mario König erschienen im Chronos Verlag)
Auszug aus einer der besten geschichtlichen Dokumentationen zu Eglisau überhaupt, spannend zu lesen, einem Roman gleich fundiert abgestützt.
Erhältlich beim Ortsmuseum Weierbach oder bei der Gemeinde Eglisau.

Ab 1684 mussten die Landpfarrer detaillierte Bevölkerungsverzeichnisse anlegen.
Im Jahre 1684 waren in Eglisau 27 verschiede Handwerks- und Gewerbebranchen vertreten. Innert rund 150 Jahren kamen 12 weitere dazu. In der ganzen Landvogtei Eglisau waren es nur 7 Branchen mehr, als im ganzen Unterland. Eindrücklich war die hohe Zahl der Professionisten. Innert 150 Jahren hatte sich ihr prozentualer Anteil an der Gesamtbevölkerung von 32% auf 49% erhöht. Jeder zweite war Handwerker oder betrieb ein Gewerbe.

Branche16341671168417221780
Bau
Gipser42
Glaser2225
Hafner2253
Maler1
Maurer2746
Ziegler11121
Zimmermann22587
Metall
Büchsenschmid1
Schmied21231
Kupferschmied11
Löter (Kessler)1
Messerschmied1
Schlosser1122
Zinngiesser11111
Holz
Dreher1
Küfer34347
Schiffbauer3
Schreiner12234
Wagner134
Strehlmacher1
Zeinenmacher1
Textil
Hutmacher12211
Schneider6210811
Stricker12223
Weber227109
Färber22231
Seiler11
Leder
Gerber16484
Sattler122
Schuhmacher8641213
Handel / Transport
Krämer112
Eisenhändler1
Salzausmesser1
Fuhrknechte133
Schiffmann4651342
Nahrung
Bäcker21523
Metzger267138
Müller32123
Ölmacher1111
Tavernenwirt33444
Gesundheit
Bader/Scherer2332
Arzt1
Vieharzt1

Eine schöne Überraschung 🏰 🗺️

Bei der Renovierung zur Umnutzung des Sekundarschulhauses im Städtli kamen zwei Wandgemälde zum Vorschein. Sie werden nun im neu genutzten Schulhaus konserviert, gezeigt und damit erhalten bleiben. Ein wunderbarer Schatz und ein schönes Zeitdokument wird unseren Schülern einen bleibenden Eindruck vermitteln.

Das Obertor. Der Turm über dem Tor diente den Turm- und Nachtwächtern als Ausguck; sie hatten ihre Stube unter dem Walmdach. Im Dachreiter befand sich seit 1655 ein Glöcklein, dessen vertrautes Läuten die Eglisauer nach dem Abbruch noch lange vermissten. im Untergeschoss des Verbindungsbaus zum Doktorhaus links hatte der Nachtwächter seine Wohnung. Der Abbruch des Obertors wäre nicht nötig gewesen. Wir empfinden ihn heute als schmerzlichen Verlust für das Stadtbild.

Das Obertor von ausserhalb der Stadt
im Hintergrund, ennet dem Rhein, das Schloss Eglisau
(Überraschend gefunden bei der Renovierung des Städtli-Sekundarschulhauses)
Das Obertor / Stadtseite das Törli im Winter
(Überraschend gefunden bei der Renovierung des Städtli-Sekundarschulhauses)

Möchten Sie mehr erfahren, zum Beispiel zu den Zolltarifen von 1580 oder den Zolleinnahmen von Eglisau aus dem Jahr 1797 oder früher?
Ein interessantes und heute sehr aktuelles Thema.
Wussten Sie, dass die Zolleinnahmen von Eglisau für den Zürcher Staatshaushalt von grosser Bedeutung war?
Ihr Anteil an den gesamte Zollerträgen der Zürcher Landschaft belief sich während 200 Jahren auf gegen 80% .
Nur in den Pestjahren 1634/35 verringerten sie sich wertmässig und anteilig bis auf 62%, während der grossen Getreideeinfuhren im 18. Jh. betrug ihr Anteil bis zu 93%.

möchten Sie mehr wissen? sagen sie es mir, wenn nicht ……. vielleicht ein anderes mal….

Bis später..

Peter Bolli

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