Das System der Profiteure … vom Volk gestützt … Warum nur warum…?

Die grössten Ausgabenposten des Bundes, wie auch der Kantone und Gemeinden, sind gesetzliche fixiert. Diese Kosten, auch gebundene Ausgaben genannt, machen rund 80% des Budgets von Bund, Kantonen und Gemeinden aus. (Lesen Sie dazu den Bericht gebundene Ausgaben).
Die gebundenen Ausgaben lassen sich kaum aktiv verändern, nehmen aber Jahr für Jahr zu.
Der mit Abstand grösste Ausgabenposten gebundener Ausgaben ist die AHV. Die AHV / IV / EO Kosten nehmen aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft stetig kräftig zu. Und so benötigen unsere gebundenen AHV Töpfe immer mehr Kapital um die Ansprüche der Bürger, sie haben das Geld mit «Zwangsabgaben» (Lohnabzügen) hart erspart, (Das angesparte Kapital wurde aber per Umlagensystem sofort wieder ausbezahlt) erfüllen zu können. Gleichzeitig nehmen die Geburten in der Schweiz laufend ab.

Quelle BSF

Unser Umlagensystem, mit welchem wir Jahrzehnte lang den AHV-Topf gefüllt haben, kann die auseinanderdriftende Schere zwischen immer mehr AHV Bezügern mit immer längeren Ansprüchen der Pensionäre/innen, gegenüber immer weniger Einzahlenden, nicht mehr im Gleichgewicht halten. Das Umlagensystem gerät aus der Balance und kann die zunehmenden Ansprüche nicht mehr bedienen, es funktioniert nicht mehr. Es ist nicht mehr zeitgemäss und zunehmend überfordert.

Obwohl wir ein funktionierendes BVG-System kennen und dies seit dem 01.01.1985 erfolgreich anwenden und jeder erkannt haben sollte, dass das «Umlagen» -System AHV nicht Zukunftsfähig ist, wird mit stoischer Sturheit am überforderten Umlagensystem festgehalten. Es wird allen Erkenntnissen zum Trotz, als ob es das alleinig Seelig machende wäre, durch alle Böden verteidigt und aufrechterhalten.
Die Politiker/innen, vor allem jene, welche sich Experten/innen nennen, auch Volksvertreter/innen genannt, sind nicht, oder wollen nicht in der Lage sein, ein neues fortschrittliches, von der demografischen Bevölkerungsentwicklung unabhängiges, AHV-System zu entwickeln. Das würde einiges an Grips, Willen und Fantasie voraussetzen, was in den hohen Entschädigungen, welche bezogen werden, scheinbar nicht berücksichtig zu sein scheint. So jedenfalls meine unprofessionelle Ansicht.

Die nahezu einzige machbare Lösung, scheint es zu sein, das Pensionsalter und/oder die Lohnprozentabzüge zu erhöhen. Eine andere beliebte Variante, die AHV-Töpfe in Zukunft gut zu füllen scheint es zu sein, dem Bürger eine Mehrwertsteuererhöhung aufs Auge zu drücken. Letzteres wird wohl als die einfachste Möglichkeit angesehen dem Volk eine art AHV-Strafflektion zu erteilen, nach dem Motte, wir haben euch gewarnt, Ihr wolltet es (sprich 13. AHV), nun bekommt ihr es.
(Lesen Sie dazu auch das Giesskannenprinzip)

Nicht das System ändern, sondern neue Einkünfte generieren.
Am einfachsten über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.
Die Lösung scheint einfach, das Resultat aber wäre eine Katastrophe.
Die Bürger mit den kleinen Einkommen, also Alleinerziehende, Studenten, Rentner würden im Verhältnis überproportional zur Kasse gebeten werden, während die Bürger mit grossen Einkommen eine Mehrwertsteuererhöhung nur Marginal zu spüren bekämen. Eine geplante Ungerechtigkeit auf dem Rücken des Mittelstandes, der Schwachen und in prekären Verhältnissen lebenden Menschen.
Der Here Anspruch: und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohle der Schwachen, (Auszug aus unserer Bundesverfassung) wird damit von unseren Volksvertretern zur leeren Worthülse degradiert.

Warum aber wird nicht über Systemänderungen nachgedacht, ich meine damit wirklich nachgedacht, nicht nur so getan, als ob?
Meine Meinung dazu: Die schon so lange zur besten Zufriedenheit der Profiteure des Systems funktionierende Organisation für eine neue, zu Beginn nicht durchschaubare herzugeben, kann für diese Klientel nur von Nachteil sein. Warum also aufgeben, was so gut die eigene Tasche füllt?

KI-generiert

Und das Volk?
Nun ja, Es ist nahezu unmöglich bei einer Abstimmung eine Mehrheit zu finden von der 80% der Bevölkerung profitieren würde. Egal um welches Thema es sich handelt. Das ist nicht erstaunlich, das ist eine Tatsache.
Oder anders argumentiert, warum ist es möglich, dass bei einer Bevölkerungsumfrage 65% der Befragten mit der Regierung nicht oder überhaut nicht zufrieden sind, das Volk aber die gleichen Volksvertreter unisono wieder wählt?
Na ja, das Volk ist eben das Volk, und das Parteibuch ist bei vielen heiliger als die Bibel, da kann man nicht viel machen.
Das Unmögliche macht es sofort, Wunder dauern bekanntlich etwas länger.

Nun genug Gezeter, machen wir Nägel mit Köpfen.
Ändern wir das System… aber wie?
Erinnern wir uns an das, was wir bereits haben und so gut funktioniert, dass uns die ganze Welt darum beneidet.
Die Zweite Säule, das System BVG. Es funktioniert für (fast) jeden Arbeitnehmenden. Jeder spart für sich selbst und jeder bekommt bei der Pensionierung sein erspartes in gewünschter Form zurück. Kein Staat der übermässig reguliert, kein übergriffiges Eingreifen in die Privatsphäre, elegant und, wenn die Verwalter Ihren Job gut machen, eine sehr bewährte Lösung zur Sicherung der Altersversorgung.
Natürlich müssen Regeln eingehalten und die Solidarität gesichert sein. (übrigens wussten Sie, dass das Wort «Solidarität» aus dem Duden gestrichen wurde :))
Natürlich müssen «Alle» im System unterkommen und natürlich müssen dazu Leitplanken aufgestellt und beschrieben werden.
(Es darf nicht sein, wie heute möglich, dass Firmen die Menschen mit Teilzeitarbeit unter dem Versicherungsminimum anstellen, nur um die Abgaben nicht finanzieren zu müssen. Also den Angestellten absichtlich und vom Gesetz legitimiert, systematisch die Altersvorsorgegelder BVG stehlen damit in der Zukunft die Sozialsysteme von Bund, Kantonen und Gemeinden belasten und so die an die Aktionäre ausbezahlten Mehrgewinne durch das Volk kompensiert werden müssen.)
Das System funktioniert unabhängig von der demographischen Bevölkerungs-Entwicklung.
Noch die Abzocker ausschalten und eine staatliche Lösung organisieren, nehmen wir uns ein Beispiel an der SUVA, und wir würden einen erheblichen, sicheren Mehrwert für jeden einzelnen Sparer erhalten.

Also warum gestalten wir die AHV nicht wie das BVG? Warum machen wir das nicht?

KI-generiert

Antwort: Es ist zu einfach…!
Die Profiteure würden verlieren, denn zur neuen Organisation benötigten wir keine Horden von Experten, dazu bräuchten wir keine privaten Organisationen, wie Versicherungen, Banken etc. welche sich heute ohne grosses dazutun ein Stück vom hart ersparten Kuchen stibitzen.
Aber: Das würde von den Profiteuren und deren Lobby nicht getragen werden. … und vom Volk?
Ihm käme das System vollumfänglich zupass, das Volk, jeder einzelne Arbeitnehmende würde davon profitieren.
Ich glaube, ein solches System würde funktionieren, aber optimistisch, dass es auch nur in Betracht gezogen wird, bin ich nicht.
Denn … , es ist nahezu unmöglich bei einer Abstimmung eine Mehrheit zu finden von der 80% der Bevölkerung profitieren würde, das ist eine der vielen Konstanten – seit Jahrzehnten.

Warum nur…. Warum…?

Haben Sie darauf eine Antwort?
Wenn ja, ich bin gespannt .. lassen Sie mich teilhaben…

In diesem Sinne, habt eine gute Zeit und immer nette Leute um Euch….

Peter Bolli

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