Zwischen Tradition und Zukunft: Warum Veränderungen notwendig sind.
Die ausführliche Stellungnahme und Kritik zum Projekt «Schule Eglisau 2026+», sowie für die Darlegung der Anliegen und Bedenken der Initianten der Petitionen für einen sicheren Schulweg und neu, gegen das Projekt «Schule Eglisau 2026+ – Stufenschulhäuser, werden durch die Einwohner/innen von Eglisau und Umgebung mit Sicherheit sehr kritisch verfolgt werden. Die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler haben für die Bevölkerung, die Gemeinde und die Schule unbestritten höchste Priorität. Die eingebrachten Punkte, da bin ich mir sicher, wurden und werden sorgfältig geprüft.

Das Projekt «Schule Eglisau 2026+» verfolgt das Ziel, die schulische Infrastruktur und Organisation langfristig an die steigenden Anforderungen sowie die zukünftige Entwicklung der Schülerzahlen anzupassen. Dabei sollen pädagogische, organisatorische und räumliche Aspekte gesamtheitlich berücksichtigt werden.
Die in den Petitionen angesprochenen Themen bezüglich Schulwegsicherheit, Verkehrsaufkommen, Luftbelastung sowie der besonderen Situation jüngerer Kinder werden auf breiter Basis sehr ernst genommen. Ich bin mir sicher, dass bis heute Abklärungen mit den zuständigen Fachstellen stattfanden und bei Bedarf erneut finden stattfinden werden. Auch die Auswirkungen auf Familienorganisation, Betreuungssituationen und den Alltag der Kinder sind wichtige Faktoren in der Beurteilung des Projekts, welches mit der notwendigen Sorgfalt und Priorität verfolgt wurde und werden wird. Die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Betroffenen, wurden und werden dabei, wenn immer möglich, berücksichtigt werden.
Bezüglich der pädagogischen Organisation mit Stufenschulhäusern weise ich gerne darauf hin, dass solche Modelle in vielen Gemeinden angewendet werden und sowohl organisatorische als auch schulische Vorteile bieten. Gleichzeitig ist nachvollziehbar, dass Veränderungen bestehender Schulstrukturen Fragen aufwerfen und Unsicherheiten auslösen.
Stufenschulhäuser werden heute zum Beispiel in den Kantonen: Aargau, Zürich, Bern, Solothurn, Luzern …, oder,
in Gemeinden: im Fricktal, im Zürcher Oberland, im Emmental, im Kanton Solothurn, in Freiburger Schulkreisen und vielen mehr betrieben
Hinweise zur Nutzung bestehender Räume, zu möglichen Alternativlösungen, sowie zur Kommunikation und Mitwirkung der Bevölkerung, wurden in den verschiedenen Gremien aufgenommen und in allen Prozessen berücksichtigt. Der Dialog mit der Bevölkerung ist und bleibt der Gemeinde und der Schule unbestritten wichtig.
Stellungnahme zum Projekt «Schule Eglisau 2026+»
Die Diskussion rund um das Projekt «Schule Eglisau 2026+» zeigt, wie wichtig der Bevölkerung die Schule, die Sicherheit der Kinder und ein funktionierender Familienalltag ist. Die Anliegen verdienen ernsthafte Beachtung. Gleichzeitig ist es wichtig, die geplante Schulorganisation gesamtheitlich und mit Blick auf die langfristige Entwicklung der Gemeinde zu beurteilen.
Pädagogische Vorteile von Stufenschulhäusern
Wie schon erwähnt, sind Stufenschulhäuser heute in vielen Gemeinden ein bewährtes Modell. Sie ermöglichen eine stärkere pädagogische Zusammenarbeit innerhalb derselben Alters- und Entwicklungsstufe. Lehrpersonen können Unterricht, Förderung und Betreuung enger koordinieren, Ressourcen gezielter einsetzen und die Kinder ihrem Entwicklungsstand entsprechend begleiten.

Auch für die Kinder entstehen Vorteile, so zum Beispiel:
- altersgerechte Lernumgebungen,
- stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Stufe,
- bessere Nutzung von Fachräumen und Förderangeboten,
- vereinfachte Organisation von schulischen Angeboten und Betreuung.
Zudem entstehen grössere pädagogische Teams, welche die Qualität und Stabilität des Schulbetriebs langfristig stärken werden.
Schulweg und Sicherheit
Die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg und überall sonst hat für alle oberste Priorität. Gleichzeitig aber gehört ein altersgerecht gestalteter Schulweg seit jeher zum selbständigen Heranwachsen der Kinder dazu. In anderen Gemeinden mit vergleichbaren Verkehrsverhältnissen, bewältigen viele Kinder bereits heute ähnliche zum Teil kompliziertere Schulwege.
Einige Beispiele seien hier erwähnt:
Zürich: Mehrere Meldungen zu fehlenden Fussgängerstreifen, problematischen Kreuzungen und starkem Bringverkehr („Elterntaxis“).
Uster: Meldungen zu engen Strassen und Bahnübergängen auf Schulwegen.
Aarburg: Problematische Kreuzungen entlang von Schulwegen.
Köniz: Diskussionen um Elterntaxis und Verkehrsberuhigung bei Schulen.
Arbon: Nachträglich verbesserte gefährliche Knotenpunkte.
St. Gallen: Fehlende Fussgängerstreifen und schwierige Querungen.
Die angesprochenen Risiken entlang der Zürcherstrasse und der Rheinbrücke in Eglisau sind, wie beschrieben, nicht einzigartig. Die Anliegen wurden und werden von allen Bevölkerungsschichten, der Gemeinde und den Schulbehörden sehr ernst genommen. Genau deshalb sind begleitende Sicherheitsmassnahmen zentral:
- Verbesserungen der Verkehrsführung,
- Temporeduktionen,
- sichere Fusswegführungen,
- Verkehrs- und Schulwegkonzepte,
- gegebenenfalls punktuelle Begleitung jüngerer Kinder.
Im Zuge des Projekte «Schule 26+» wurden alle möglichen Sicherheitsaspekte und Anforderungen an den Schulweg durch Verkehrsspezialisten, der Polizei, den Gemeindebehörden, der Schulpflege und der Elternvertretung, während der ganzen Zeit der Projekterarbeitung und Projektumsetzung «Schule 2026+», mit aller Sorgfalt Rechnung getragen. Die Herausforderungen «Schulweg» sprechen in keinster weise gegen die Umsetzung des Projektes «Schule 2026+, sondern erfordern gemeinsam erarbeitete, gezielte Lösungen.
Langfristige Planung oder kurzfristiger Stillstand

Die Gemeinde steht vor der Aufgabe, die Schulorganisation langfristig tragfähig auszurichten. Hohe Schülerzahlen, veränderte Anforderungen an Unterricht und Betreuung sowie die Nutzung bestehender Infrastruktur machen Anpassungen notwendig.
Das heutige System hat sich über viele Jahre bewährt. Dennoch bedeutet dies nicht automatisch, dass es auch für zukünftige Anforderungen die beste Lösung bleiben kann. Eine Weiterentwicklung der Schulstruktur ist notwendig, um die Qualität der Schule langfristig sicherzustellen.
Familienalltag und Betreuung
Es ist nachvollziehbar, dass Veränderungen im Schulalltag Familien vor neue organisatorische Herausforderungen stellen werden. Gleichzeitig entwickeln sich auch gesellschaftliche und schulische Rahmenbedingungen weiter. Mittagstisch- und Betreuungsangebote gehören heute zunehmend zu einer modernen Schulorganisation und entlasten viele Familien bereits heute.
Wichtig ist dabei, dass familienergänzende Angebote freiwillig bleiben, sozial verträglich sind und für alle erschwinglich ausgestaltet werden.
Gemeinsame Verantwortung
Ich bin der Meinung, dass die Diskussion nicht als Gegensatz zwischen «Kindersicherheit» und «Schulplanung» geführt werden sollte, auch ist es nicht hilfreich, gleich das ganze Schulsystem wegen der neuen Stufenschulhäuser des Projektes «Schule Eglisau 2026+» in Frage zu stellen oder gar den Lehrplan 21 heranzuziehen um dem ganzen einen Anstrich von Unrechtmässigkeit zu geben.
Unbestritten ist, das alle Anliegen wichtig sind. Ziel muss eine Lösung sein, welche Sicherheit, pädagogische Qualität und langfristige Umsetzbarkeit miteinander verbindet.
Das Projekt «Schule Eglisau 2026+» bietet die Chance, die Schule zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Entscheidend ist nun, die offenen Fragen, wie bereits im gang, konstruktiv anzugehen und konkrete Verbesserungen dort umzusetzen, wo berechtigte Anliegen bestehen.
Die Diskussion rund um das Projekt «Schule Eglisau 2026+» bewegt viele Familien in unserer Gemeinde. Das ist verständlich, denn es geht um «unsere Kinder», ihren Alltag und die Zukunft unserer Schule. Unterschiedliche Meinungen und Anliegen gehören dabei zu einer offenen und lebendigen Gemeinde. Entscheidend ist jedoch, dass die Diskussion sachlich, respektvoll und lösungsorientiert geführt wird.
Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder stehen dabei für alle Beteiligten im Zentrum. Gleichzeitig braucht Eglisau langfristige Lösungen für eine Schule, die auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.
Es ist an der Zeit, sich zusammen zu raufen die Herausforderungen anzunehmen und aktiv die bestmachbaren Lösungen zu installieren — nicht sich gegeneinander auszuspielen oder gar die Kompetenzen des jeweils anderen in Frage zu stellen.
Gleichzeitig ist es wichtig, die gesamte Entwicklung der Gemeinde im Blick zu behalten. Schülerzahlen, Platzbedarf, Betreuung und moderne pädagogische Anforderungen machen Anpassungen notwendig. Veränderungen lösen verständlicherweise Unsicherheit aus, bieten aber auch Chancen für eine zukunftsfähige Schule. Nehmen wir diese an und machen Nägel mit Köpfen, wie das von der Schulbehörde und der Gemeinde bereits vorgelebt wird.
Die Diskussion soll nicht zu einer Spaltung innerhalb der Gemeinde führen. Weder Befürworter noch Kritiker handeln aus falschen Motiven — alle wollen das Beste für die Kinder, die Schule und für Eglisau.
Darum soll gelten:
Zankapfel? Nein danke!
Statt Gegensätzen braucht es Respekt, offene Gespräche und den gemeinsamen Willen, tragfähige Lösungen für die Zukunft unserer Schule zu finden.
Denken Sie daran, die Bildung ist unser einziger Rohstoff. Wir sollten pfleglich damit umgehen.
Ich rufe in Erinnerung und erhebe mit dem aller grössten Respekt allen Beteiligten gegenüber den Mahnfinger und halte fest, dass die Bildung in der Gemeinde Eglisau der grösste Budgetposten der Gemeinderechnung darstellt und wir mit den uns vom Volk zur Verfügung gestellten Finanz-Ressourcen sorgfältig umgehen müssen. Nicht zuletzt bei neu gestellten Ansprüchen egal welcher Art und Couleur auch immer fallen Mehrkosten an welchen wir die entsprechende Aufmerksamkeit zukommen lassen sollten.
Habt alle eine Gute Zeit und immer nette Leute um Euch
Peter Bolli
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Im Umgang mit der Schule Eglisau mache ich leider immer die gleiche Erfahrung: Auf Kritik reagiert man mit langen Ansprachen, erklaert, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den Eltern ist, dass man alle Kritik ernst nimmt, das Wohl der Kinder ueber Allem steht – und bleibt dann stur auf Kurs.
Salü Peter
Danke für Deinen Beitrag.
Ja, da magst Du recht haben.
Ich wünsche Dir eine gute Zeit und ein schönes Wochenende.
Grüsse Peter