Wohlstand:
Wohlstand ist der Grad, in dem Menschen über die wirtschaftlichen, sozialen und persönlichen Voraussetzungen verfügen, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen und ein gutes Leben zu führen.
Na ja, etwas abstrakt ist die Definition schon – sie stimmt aber sehr genau. 🤔
kluge Köpfe sagten einst:
„Wohlstand einer Nation beruht nicht auf Gold oder Silber, sondern auf der Arbeit ihrer Bürger.“ Adam Smith
„Der langfristige Wohlstand hängt letztlich von der Fähigkeit einer Gesellschaft ab, sich an veränderte Bedingungen anzupassen.“ John Maynard Keynes
„Das BIP misst alles, außer dem, was das Leben lebenswert macht.“ Robert F. Kennedy
Vom armen Alpenland zur wohlhabenden Wissensnation (zum Start, eine Kurzgeschichte)
Die heutige Schweiz zählt zu den wohlhabendsten und innovativsten Ländern der Welt. Bemerkenswert ist dabei, dass sie diesen Wohlstand nicht natürlichen Rohstoffen verdankt. Im Gegensatz zu vielen anderen Industriestaaten verfügt die Schweiz weder über grosse Kohle-, Eisen- oder Erdölvorkommen. Ihr wirtschaftlicher Erfolg beruht vielmehr auf einer jahrhundertelangen Entwicklung, in der politischer Weitblick, Bildung, Innovation und internationale Vernetzung eine entscheidende Rolle spielten.
Ein wichtiger Grundstein wurde bereits während der Reformation im 16. Jahrhundert gelegt. Städte wie Genf und Zürich entwickelten sich zu Zentren des Protestantismus und zogen Glaubensflüchtlinge aus verschiedenen Teilen Europas an. Besonders bedeutend war die Einwanderung der Hugenotten, französischer Protestanten, die nach der Aufhebung des Edikts von Nantes im Jahr 1685 aus ihrer Heimat fliehen mussten. Viele von ihnen liessen sich in Genf, Neuenburg, Basel oder Zürich nieder. Sie brachten wertvolles Fachwissen in der Uhrmacherei, der Seiden- und Textilverarbeitung, im Handel sowie im Bankwesen mit. Gleichzeitig verfügten sie über weitreichende internationale Handelskontakte. Ihr Wissen und ihr Unternehmergeist trugen wesentlich dazu bei, dass sich in der Schweiz schon früh hochwertiges Handwerk, exportorientierte Gewerbe und erste Finanzdienstleistungen entwickeln konnten.
Trotz dieser günstigen Voraussetzungen blieb die Schweiz bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ein überwiegend landwirtschaftlich geprägtes und vergleichsweise armes Land. Die gebirgige Landschaft, wenig fruchtbare Böden und das Fehlen bedeutender Bodenschätze erschwerten die wirtschaftliche Entwicklung erheblich. Viele Regionen litten unter Armut, Überbevölkerung und wiederkehrenden Hungersnöten. Deshalb wanderten zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer nach Nord- und Südamerika aus.
Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, entwickelte sich in vielen ländlichen Gebieten die Heimindustrie. Familien fertigten in ihren Häusern Textilien, Stickereien oder Bestandteile von Uhren an, die von Kaufleuten gesammelt und im In- und Ausland verkauft wurden. Diese Form der Produktion förderte handwerkliche Präzision, Qualitätsbewusstsein und unternehmerisches Denken. Gleichzeitig entstanden erste internationale Handelsnetzwerke, auf denen spätere Industriezweige aufbauen konnten.
Den eigentlichen Durchbruch brachte die Gründung des modernen Bundesstaates im Jahr 1848. Mit der neuen Bundesverfassung entstand erstmals ein einheitlicher Wirtschaftsraum. Die Binnenzölle zwischen den Kantonen wurden abgeschafft, der Schweizer Franken als gemeinsame Währung eingeführt und das Post- sowie das Verkehrswesen vereinheitlicht. Rechtsstaatlichkeit, politische Stabilität und gesicherte Eigentumsrechte schufen Vertrauen und förderten Investitionen aus dem In- und Ausland. Diese Voraussetzungen bildeten das Fundament für die rasche Industrialisierung. (Lesen Sie dazu auch: «die Blaue Banane»)
Während andere Industriestaaten ihre Entwicklung auf Kohle und Schwerindustrie stützten, musste die Schweiz aufgrund ihrer fehlenden Rohstoffe einen anderen Weg einschlagen. Statt billiger Massenproduktion setzte sie auf Qualität, Innovation und Spezialisierung. Die Wasserkraft – oft als «weisse Kohle» bezeichnet – ermöglichte bereits früh die Elektrifizierung von Fabriken und Eisenbahnen. Gleichzeitig entstanden Industrien mit hoher Wertschöpfung. Aus der Textilfärberei entwickelte sich in Basel die international führende Chemie- und Pharmaindustrie. Auch Unternehmen wie Sulzer, Rieter oder Brown Boveri & Cie. (BBC) machten den Schweizer Maschinen- und Anlagenbau weltweit bekannt, während sich die Uhrenindustrie mit höchster Präzision einen hervorragenden Ruf erarbeitete.

Ebenso wichtig war der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Das dichte Eisenbahnnetz verband die Wirtschaftszentren miteinander und mit der Eröffnung des Gotthardtunnels im Jahr 1882 wurde die Schweiz zu einem bedeutenden Transitland zwischen Nord- und Südeuropa. Gleichzeitig begann der Aufstieg des Alpentourismus. Dank spektakulärer Bergbahnen, komfortabler Hotels und der einzigartigen Alpenlandschaft entwickelte sich der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftszweig.
Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs blieb die Schweiz aufgrund ihrer bewaffneten Neutralität weitgehend von Zerstörungen verschont. Zwar litt auch sie unter Versorgungsengpässen und wirtschaftlichen Einschränkungen, doch ihre Industrie und Infrastruktur blieben intakt. Nach 1945 verschaffte dies der Schweiz einen entscheidenden Vorteil: Während viele europäische Länder ihre Fabriken und Verkehrswege erst wieder aufbauen mussten, konnte die Schweizer Industrie sofort Maschinen, Chemieprodukte und Präzisionsgüter für den Wiederaufbau liefern.
In derselben Zeit gewann auch der Finanzplatz stark an Bedeutung. Die politische Stabilität, die Neutralität, der starke Schweizer Franken und das 1934 gesetzlich verankerte Bankgeheimnis machten Zürich und Genf zu internationalen Zentren der Vermögensverwaltung. Der Finanzsektor entwickelte sich neben Industrie und Export zu einer weiteren tragenden Säule der Schweizer Wirtschaft.
Seit den 1970er-Jahren wandelte sich die Schweizer Wirtschaft erneut. Während einfache Industriezweige zunehmend ins Ausland verlagert wurden, konzentrierte sich die Schweiz auf Forschung, Innovation und wissensintensive Dienstleistungen. Internationale Unternehmen wie Saurer, Sulzer, Rieter, ABB, Nestle, Novartis und Roche, die Medizintechnik, die Präzisionsindustrie, die Finanzbranche sowie zahlreiche Technologieunternehmen prägen heute die Wirtschaft. Einen wesentlichen Beitrag leisten dabei das duale Berufsbildungssystem, weltweit anerkannte Hochschulen wie die ETH Zürich und die EPFL Lausanne sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Unternehmen.
Der heutige Wohlstand der Schweiz ist somit das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung. Glaubensflüchtlinge brachten Wissen und Unternehmergeist ins Land, die Heimindustrie förderte Präzision und Qualitätsbewusstsein, der Bundesstaat schuf stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, und die Industrialisierung setzte auf Innovation statt auf Rohstoffe. Diese Entwicklung wurde durch Bildung, internationale Offenheit, politische Stabilität und die Fähigkeit, sich immer wieder neuen wirtschaftlichen Herausforderungen anzupassen, ergänzt. Gerade weil die Schweiz kaum über natürliche Ressourcen verfügt, lernte sie früh, Wissen, Qualität und Innovation zu ihren wichtigsten Rohstoffen zu machen – eine Grundlage, die ihren Wohlstand bis heute prägt.
(Ende der Kurzgeschichte)
Von Nichts kommt Nichts! 💰⚖️🪙🏘️⬆️ / 🏚️⬇️
Wohlstand gehört heute in der Schweiz für viele ganz selbstverständlich zum Alltag. Wir verlassen uns darauf, dass die Züge fahren, die Gesundheitsversorgung funktioniert, Arbeitsplätze vorhanden sind, das politische Umfeld ausgewogen und stabil ist und unsere Kinder gute Bildungs- und Zukunftschancen haben. Vieles davon nehmen wir kaum noch bewusst wahr – gerade weil es so zuverlässig funktioniert.

Doch dieser Wohlstand ist kein Zufall und keine Selbstverständlichkeit, wie wir oben lesen konnten. Er ist das Ergebnis von Generationen, die ein stabiles politisches System aufgebaut, unternehmerischen Mut bewiesen, in Bildung investiert und die Schweiz zu einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort gemacht haben. Was heute selbstverständlich erscheint, musste über Jahrzehnte, oder gar Jahrhunderte erarbeitet werden.
Gleichzeitig verändert sich die Welt rasant. Neue Technologien, geopolitische Spannungen, internationaler Wettbewerb und gesellschaftliche Veränderungen stellen unser Erfolgsmodell vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, sich bewusst zu machen, worauf unser Wohlstand beruht – und was nötig ist, damit auch künftige Generationen davon profitieren können.
Diese Zusammenstellung soll einen «verständlichen Überblick» über die wichtigsten Grundlagen des Schweizer Wohlstands geben. Sie zeigt auf, weshalb eine starke und innovative Wirtschaft weit mehr ist als ein Selbstzweck: Sie bildet die Basis für unseren Lebensstandard, unsere soziale Sicherheit und die hohe Lebensqualität, die wir in der Schweiz schätzen.
Denn eines ist klar: Wohlstand ist kein Selbstläufer. Er entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Innovation ermöglichen und gemeinsam gute Rahmenbedingungen schaffen.
1. Kernaussage
Der Wohlstand der Schweiz ist kein Naturgesetz und kein Selbstläufer. Er ist das Ergebnis jahrzehntelanger wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Damit dieses Erfolgsmodell bestehen bleibt, müssen seine Grundlagen kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt werden.
2. Warum die Schweiz wohlhabend ist
Der Schweizer Wohlstand basiert auf mehreren zentralen Erfolgsfaktoren: (die Aufzählung unten ist unvollständig und kann beliebig ergänzt werden)
- politische Stabilität und verlässliche Institutionen
- Frieden und die Verschonung von grossen Kriegsschäden
- eine wettbewerbsfähige und exportorientierte Wirtschaft
- hohe Innovationskraft
- ein starkes Bildungs- und Forschungssystem
- qualifizierte Fachkräfte
- ein leistungsfähiger Finanzplatz
- stabile Rahmenbedingungen und ein starker Schweizer Franken
- eine flexible Wirtschaftsstruktur, die sich immer wieder an neue Entwicklungen angepasst hat
Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Schweiz von einer Agrargesellschaft zu einer der innovativsten Volkswirtschaften der Welt. Heute zählt sie gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den wohlhabendsten Ländern weltweit.
BIP in US-Dollar pro Einwohner und Jahr angegeben. (Quelle: Auszug aus dem BMF Bericht: Internationaler Vergleich der öffentlichen Haushaltssalden, ergänzt mit Daten aus ChatCPT)
| Rang | Land | BIP pro Kopf (USD) |
|---|---|---|
| 1 | 🇱🇺 Luxemburg | ca. 141.000 |
| 2 | 🇨🇭 Schweiz | ca. 106.000 |
| 3 | 🇺🇸 USA | ca. 89.000 |
| 4 | 🇳🇱 Niederlande | ca. 67.000 |
| 5 | 🇧🇪 Belgien | ca. 60.000 |
| 6 | 🇩🇪 Deutschland | ca. 58.000 |
| 7 | 🇫🇷 Frankreich | ca. 52.000 |
| 8 | 🇮🇹 Italien | ca. 42.000 |
| 9 | 🇵🇱 Polen | ca. 24.000 |
Die Staatsquote bezeichnet in der Regel den Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sie zeigt, wie groß der öffentliche Sektor im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft ist.
Die folgende Tabelle zeigt die Länder sortiert nach Höhe der Staatsquote (gerundete Werte, aktueller Stand 2024/2025)
(Ob Rang 1 oder Rang 9 gut ist liegt im Auge des Betrachters.)
| Rang | Land | Staatsquote (Staatsausgaben in % des BIP) |
|---|---|---|
| 1 oder 9 | 🇫🇷 Frankreich | ca. 57 % |
| 2 oder 8 | 🇮🇹 Italien | ca. 51 % |
| 3 oder 7 | 🇧🇪 Belgien | ca. 49 % |
| 4 oder 6 | 🇩🇪 Deutschland | ca. 49 % |
| 5 | 🇳🇱 Niederlande | ca. 45 % |
| 6 oder 4 | 🇺🇸 USA | ca. 44 % |
| 7 oder 3 | 🇵🇱 Polen | ca. 42–43 % |
| 8 oder 2 | 🇱🇺 Luxemburg | ca. 42 % |
| 9 oder 1 | 🇨🇭 Schweiz | ca. 34 % |
Die Reihenfolge kann je nach Definition leicht variieren – z. B. ob Sozialversicherungen vollständig einbezogen werden und ob man Brutto- oder Nettostaatsausgaben betrachtet. (Quelle: Auszug aus dem BMF Bericht: Internationaler Vergleich der öffentlichen Haushaltssalden)
3. Warum Wohlstand in der Schweiz nicht selbstverständlich ist
Im Alltag erscheint vieles selbstverständlich: (die Liste lässt sich beliebig anpassen)
- funktionierende Infrastruktur
- hochwertige Gesundheitsversorgung
- sichere Arbeitsplätze
- hohe Lebensqualität
Gerade weil diese Leistungen zuverlässig funktionieren, wird oft vergessen, dass sie auf einer erfolgreichen Wirtschaft und der Tatkraft der arbeitenden Bevölkerung beruhen.
Der Wohlstand muss immer wieder neu erarbeitet werden. Sinkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, geraten Investitionen, Arbeitsplätze und letztlich auch der Wohlstand unter Druck.
4. Aktuelle Herausforderungen ⚙️🔄
Das Schweizer Erfolgsmodell steht heute vor neuen Herausforderungen: (die Liste liesse sich beliebig anpassen)
- zunehmender internationaler Wettbewerb
- neue Handelshemmnisse
- Digitalisierung und technologische Umbrüche
- geopolitische Unsicherheiten
- Klimawandel
- Neuordnung globaler Lieferketten
- internationaler politischer Druck
- gesellschaftliche Veränderungen
- Fachkräftemangel
- erratische Politiker an den Schalthebeln der Macht
Diese Entwicklungen verlangen kontinuierliche Anpassungen und Investitionen.
5. Die Bedeutung einer starken Wirtschaft 📈
Eine leistungsfähige Wirtschaft schafft die Grundlage für:
- sichere Arbeitsplätze
- Innovation und technologischen Fortschritt
- Finanzierung der Sozialwerke
- hohe Lebensqualität
- gute öffentliche Leistungen
- persönliche Chancen und Wohlstand
Unternehmen investieren dort, wo attraktive Rahmenbedingungen bestehen. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft.
6. Verantwortung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft 🙋🏛️👥
Der Erhalt des Wohlstands ist eine gemeinsame Aufgabe.
Dazu gehören unter andern:
- wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen
- Investitionen in Bildung und Forschung
- Förderung von Innovation
- Offenheit gegenüber internationalen Märkten
- Erhalt der Standortattraktivität
- verantwortungsvolles wirtschaftliches und politisches Handeln
Der Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlichem Wohlstand sollte wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Denn: Von Nichts, kommt Nichts!
7. Grenzen und Herausforderungen des Wohlstands 🗺️🛠️🧠
Trotz des hohen Wohlstands bestehen auch Probleme:
- hohe Lebenshaltungskosten (Mieten, Krankenkassen, Lebensmittel)
- starke Kaufkraftverluste durch steigende Kosten (versuchen die Inflation in kontrollierten Bahnen zu halten / Nationalbank)
- ungleiche Verteilung des Wohlstands (Vermögensverteilung: Reichstes 1% ca. 45% / Reichste 10% rund 70 – 75% / Untere 50% lediglich 2-3 % / Quelle EDI 2022)
- Abhängigkeit vom internationalen Handel und von qualifizierten Fachkräften
- Die unsichere politische Weltlage (Laufende Neuordnung der Machtverteilung durch verschiede Egozentriker z.Bsp. in den USA, Russland, China, Israel, Iran, Nord Korea etc.)
Ein hohes Pro-Kopf-Einkommen bedeutet deshalb nicht automatisch hohen individuellen Wohlstand für alle.
Ist der Wohlstand in der Schweiz bedroht? 💰⚖️🪙🧑🤝🧑
Der Wohlstand in der Schweiz ist derzeit nicht wirklich in Gefahr. Die Schweiz gehört weiterhin zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und profitiert von einer stabilen Politik, einer starken Wirtschaft und vielen erfolgreichen Unternehmen – etwa in der Pharmaindustrie, im Finanzsektor und im Maschinenbau. Diese Grundlagen sorgen dafür, dass das Land wirtschaftlich sehr robust ist.
Trotzdem gibt es einige Entwicklungen, die den Wohlstand langfristig unter Druck setzen könnten. Dazu gehört vor allem die alternde Bevölkerung. Wenn immer mehr Menschen pensioniert sind und gleichzeitig weniger junge Arbeitskräfte nachkommen, steigen die Kosten für Renten und Gesundheitsversorgung, während gleichzeitig weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Ein weiterer Faktor ist der starke Schweizer Franken. Er sorgt zwar für Stabilität, macht aber Schweizer Produkte im Ausland teurer. Das kann die Exportwirtschaft belasten, die für die Schweiz sehr wichtig ist.
Auch der internationale Wettbewerb nimmt zu. Andere Länder investieren stark in Forschung, Technologie und Innovation. Damit die Schweiz ihren hohen Lebensstandard halten kann, muss sie in diesen Bereichen weiterhin führend bleiben.
Hinzu kommt, dass die Schweiz stark von der Weltwirtschaft abhängig ist. Globale Krisen, Handelskonflikte oder wirtschaftliche Abschwünge können sich deshalb auch hier bemerkbar machen, selbst wenn das Land selbst stabil bleibt.
Insgesamt lässt sich sagen: Der Wohlstand der Schweiz ist aktuell sehr solide. Es gibt keine akute Gefahr eines Einbruchs. Aber damit das so bleibt, muss die Schweiz sich an neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen anpassen.
( z. Bsp. Investitionen in neue Technologien, Förderung von Forschung und Entwicklung, Investitionen in Bildung und Infrastruktur, Förderung der internationalen Zusammenarbeit.)
Zusammenfassung in wenigen Sätzen
Das Quäntchen Glück 🍀👍
Wohlstand ist nie nur das Ergebnis von Leistung – er braucht auch ein Stück Glück.
Die Schweiz hatte das Glück, von grossen Rohstoffkriegen verschont zu bleiben, geografisch im Herzen Europas zu liegen und über stabile politische Verhältnisse zu verfügen. Sie profitierte von historischen Entwicklungen wie der Industrialisierung, der Einwanderung gut ausgebildeter Menschen, der internationalen Arbeitsteilung und der Nachfrage nach Schweizer Qualitätsprodukten.
Doch Glück allein schafft keinen Wohlstand. Entscheidend war, was die Schweiz aus diesen Chancen gemacht hat: Bildung, Innovation, Unternehmertum, soziale Stabilität, politische Kompromissfähigkeit und verlässliche Rahmenbedingungen.
Glück kann eine Tür öffnen – aber nur Verantwortung, Wissen und Zusammenarbeit halten sie offen.
Die Schweiz darf ihren Erfolg nicht mit Selbstverständlichkeit verwechseln. Frühere Generationen hatten günstige Momente, aber sie haben auch investiert, aufgebaut und Risiken übernommen. Unsere Aufgabe ist es, dieses Erbe weiterzuentwickeln – denn auch die nächste Generation braucht nicht nur gute Voraussetzungen, sondern auch etwas Glück.
Der Wohlstand der Schweiz ist das Ergebnis von politischer Stabilität, Innovationskraft, Bildung, einer offenen Wirtschaft und attraktiven Rahmenbedingungen. Dieses Erfolgsmodell ist jedoch angesichts globaler Veränderungen zunehmend unter Druck. Um Wohlstand, Arbeitsplätze und Lebensqualität langfristig zu sichern, braucht es eine wettbewerbsfähige Wirtschaft sowie kontinuierliche Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation.
Wohlstand ist deshalb keine Selbstverständlichkeit, sondern muss immer wieder neu erarbeitet und erhalten werden.

Wohlstand entsteht nicht über Nacht – und bleibt auch nicht von selbst bestehen. Die Schweiz hat sich ihren heutigen Lebensstandard über viele Jahrzehnte erarbeitet: mit Ideen, Fleiss, Unternehmergeist und dem Willen, sich immer wieder auf neue Gegebenheiten einzustellen.
Gerade deshalb lohnt es sich, den Blick hinter die Selbstverständlichkeiten unseres Alltags zu richten. Hinter sicheren Arbeitsplätzen, einer leistungsfähigen Infrastruktur, einer guten Gesundheitsversorgung und einem starken Bildungssystem stehen Menschen, Unternehmen und politische Entscheidungen die gemeinsam die Grundlage unseres Wohlstands schaffen.
Die Herausforderungen der Zukunft werden nicht kleiner. Technologischer Wandel, internationaler Wettbewerb, geopolitische Unsicherheiten und der demografische Wandel verlangen Weitsicht und die Bereitschaft Bewährtes weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht darum, Veränderungen zu fürchten, sondern sie aktiv zu gestalten.
Der Wohlstand der Schweiz ist eine gemeinsame Verantwortung. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (ist im weitesten Sinn ein und dasselbe) tragen ihren Teil dazu bei, dass unser Land auch künftig attraktiv, innovativ und erfolgreich bleibt. Wenn es gelingt, unternehmerische Freiheit, Eigenverantwortung, Bildung und Innovation weiterhin zu fördern, schaffen wir die besten Voraussetzungen dafür, dass auch kommende Generationen in einer sicheren, lebenswerten und prosperierenden Schweiz leben können.
Denn Wohlstand ist weit mehr als eine wirtschaftliche Kennzahl. Er bedeutet Chancen, Sicherheit, Freiheit und Lebensqualität. Ihn zu erhalten, ist keine Aufgabe Einzelner – sondern eine gemeinsame Investition in unsere Zukunft.
Wohlstand beginnt nicht beim Staat, sondern bei den Menschen. Bei Unternehmerinnen und Unternehmern, die investieren. Bei Mitarbeitenden, die täglich ihr Bestes geben. Bei Forschenden, die Innovationen vorantreiben. Bei jungen Menschen, die sich ausbilden lassen. Und bei einer Politik, die verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Erst das Zusammenspiel all dieser Kräfte macht den Erfolg der Schweiz möglich. Deshalb ist Wohlstand kein Zufall – sondern das Ergebnis gemeinsamer Verantwortung … – (…. im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihrer Vielfalt in der Einheit zu leben im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohle der Schwachen …..) Auszug aus unsere Bundesverfassung.
In diesem Sinne, habt alle eine gute Zeit, bleibt gesund und habt immer nette Leute um Euch.
Peter Bolli